Hilfskomitee der Galiziendeutschen.
Hilfskomitee der Galiziendeutschen
Das „Hilfskomitee der
Galiziendeutschen e.V.“ war im Jahre 1946 als Verein zur Hilfe für die in
ganz Deutschland verstreuten Flüchtlinge aus Galizien gegründet worden.
Diese waren nach 1939/40 nach dem Polenfeldzug in den Warthegau
umgesiedelt und 1945/46 als Flüchtlinge und Vertriebene nach Deutschland
gekommen. Viele sind in die USA und nach Kanada ausgewandert.
Die Anzahl der Menschen, die auf dem Gebiet des alten Galizien geboren
wurde, nimmt ab. Wer noch in Galizien geboren wurde, ist heute über 70
Jahre alt, und wer beim zwangsweisen Verlassen der alten Heimat
(Umsiedlung 1939/40) 10 Jahre alt war (mithin noch über genügend eigene
Erinnerungen verfügt), ist nun über 80 Jahre alt. Ist das Ende des
Hilfskomitees der Galiziendeutschen absehbar?
Im Gegenteil: Als nach der politischen Wende von 1989/91 die einst
Ausgesiedelten ihre alte Heimat wieder besuchten, konnten viele von ihnen
auch die nachfolgende Generation zu Fahrten nach Galizien bewegen. Die
Region, der die Jüngeren früher mit Unverständnis begegneten, wurde diesen
nun zu einem nachhaltigen Erlebnis. Endlich verstanden sie, wovon ihre
Eltern und Großeltern immer erzählt hatten. Und sie hatten in ihren
Vorfahren die besten Reiseführer, die man sich denken konnte. Die Jüngeren
fingen an zu begreifen, warum die Alten immer noch Mitglied im
„Hilfskomitee e.V.“ waren. Im „Heiligen Band“, dem monatlich erscheinenden
Mitteilungsblatt, fanden auch Jüngere, neben der Beilage „Galizische
Perspektiven“ auch viele weitere Informationen und Hinweise, die ihnen das
„Erlebnis Galizienreise“ vertiefte und ein anhaltendes Interesse an dieser
unvergesslichen Region im mittelöstlichen Europa weckte. Die Kontakte zur
Stärkung der Völkerfreundschaft werden bis heute von uns weitergeführt.
Sind Sie neugierig geworden auf eine Begegnung mit den Galiziendeutschen?
Bitte besuchen Sie unsere eigene Webseite. Es lohnt sich!
www.galizien-deutsche.de
Einweihung Gedenkstein in Dornfeld im Jahre 2000